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Fehlentwicklungen bei der Bauplanung

 
Liebe Freunde,

den Wiederaufbau des Potsdamer Stadtschloss hat die CDU-Fraktion im
Landtag Brandenburg von Beginn an unterstützt. Doch durch Fehlentscheidungen
und eigenmächtiges Handeln der Platzeck-SPD und vom Bauherrn Speer im Besonderen, wird das neue Gebäude keinesfalls den Erwartungen der
Brandenburger an den Wiederaufbau des Stadtschlosses gerecht.
Ganz im Gegenteil:

Das Gebäude wird unnötig aufgebläht. Der Innenhof wird verkleinert und
kein frei zugänglicher öffentlicher Raum sein, wie er es über Jahrhunderte
gewesen ist. Die beiden Kutschdurchfahrten werden unwiederbringlich
zugemauert. Zudem werden die Fassaden und Fassadenelemente nicht dem
Anspruch guter fachlich-handwerklicher Arbeit entsprechen.

Die CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg hat sich einstimmig dafür
ausgesprochen, die Fehlentwicklungen bei der Bauplanung zu stoppen und
damit einhergehend finanzielle Einsparungen in Millionenhöhe zu erzielen.
Denn vor dem eigentlichen Baubeginn erwartet der Speer-Nachfolger Markov
bereits jetzt Mehrkosten in Höhe von über 15 Millionen Euro. Weitere
Mehrkosten sind im Verlauf der eigentlichen Bauphase sehr wahrscheinlich.
Eine Maßnahme ist daher, nur Büroräume für Brandenburgische Abgeordnete zu
bauen. Den Plenarsaal und die Funktionsräume aber weiterhin für ein
fusioniertes Berlin-Brandenburg vorzuhalten. 120 Millionen Euro Baukosten
waren die Grundlage der Vorlage für die damalige Abstimmung, die den
Parlamentariern als vorteilhaftere Variante gegenüber der Errichtung des
Gebäudes in Eigenregie vorgestellt wurde. Vor dem Hintergrund der jetzt in
Rede stehenden Mehrkosten ist aus unserer Sicht die Grundlage für die
damalige Entscheidung (4 Millionen Euro Ersparnis gegenüber einem Bau in
Eigenregie) entfallen.

Für den Fall, dass die Länderfusion doch noch zustande kommt, ist es
möglich, dass die Berliner Abgeordneten ihre Büroräume beispielsweise in
der direkten Umgebung beziehen, so wie es sich im Bundestag in Berlin
erfolgreich bewährt hat.
Ministerpräsident Platzeck und seine Landesregierung sehen auf absehbare
Zeit keine Fusion von Brandenburg und Berlin vor. Deshalb sind nach meiner
Ansicht zusätzliche Büroflächen für Berliner Abgeordnete nicht nur eine
Verschwendung von Steuergeldern, sondern stehen auch einem möglichst
originalgetreuem Wiederaufbau des Stadtschlosses im Wege.

Vor diesem Hintergrund reiht sich unsere jetzige Entscheidung (unseren
Antrag habe ich dieser E-Mail beigefügt), die Kosten auf 120 Millionen
Euro zu begrenzen, nahtlos in unser Bestreben für ein möglichst
originalgetreues Stadtschloss in Potsdam ein.


Mit freundlichen Grüßen

Saskia Ludwig

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