Aktuelles

Gemeinsame Erklärung Bürgerintiative Mittteschön Verein Potsdamer Stadtschloss e.V.

Gemeinsame Erklärung Bürgerintiative Mittteschön Verein Potsdamer Stadtschloss e.V.

Wir sehen mit Sorge das Tauziehen um Potsdams einzigen Leitbau, den Palast Barberini. Nun haben es die Stadtverordneten in der Hand. Sie allein entscheiden
selbstverantwortlich, an wen und vor allem für was Potsdams wichtigstes Grundstück am zentralen Platz der Stadt verkauft wird.

Entscheidend für uns sind dabei ausschließlich die Konzepte. Wir unterstützen das schon vor anderthalb Jahren vorgestellte Hotel-Konzept, das breite Zustimmung fand:

Ein Hotel ist ein zugängliches, gastliches Haus und auch kein abgeschottetes „Luxushotel“. Dieses Konzept garantiert Belebung des Platzes, des Innenhofes und der Havelpromenade

Dieses Konzept garantiert die historischen „Rückseiten“, die für Potsdam genauso Schokoladenseite sind wie die Platzfront, es garantiert damit die gesamte historische Außenform. Dafür haben wir uns immer eingesetzt.

Der Palast Barberini mit seinen beiden Festsälen war die gute Stube der Stadt.
Generationen haben hier bis 1945 mit Blick auf Stadtschloss und Alten Markt gefeiert.

Wird dies auch inmitten einer gehobenen privaten Eigentumswohnanlage möglich sein?

Mit diesem öffentlich bekannten Hotelkonzept sind keine unguten Überraschungen zu erwarten alles liegt sorgfältig ausgearbeitet vor ( kein Terminverzug an der Alten Fahrt )
der Betreiber ist gesichert und hat ein internationales Renommee, ist solide und verlässlich.

Die Gründe für eine Fristversäumnis sind nachvollziehbar:
es dürfte als Einzelperson ( im Gegensatz zu großen Konzernen ) schwer sein, in den kurzen Zeiträumen, die das Verfahren vorschreibt ( warum eigentlich? ), zu verhandeln
eine Selbstauflösungsklausel in den Vertrag eingebaut zu haben, spricht eher für die Seriosität des Hotel-Konzepts. Welcher Mittelständler würde sich ohne Fallschirm in den leider bekannten morastigen Potsdamer Baugrund begeben.

Die Bebauung von Alter Fahrt und Altem Markt ist für Potsdam eine Jahrhundertaufgabe.
Wenn überall im Land bei Großbauten ( Landtag, Flughafen ) Fristversäumnisse hingenommen werden, kann das auch von der Stadtplanung seit Jahren angedachte Hotel im Barberini nicht an einigen Tagen scheitern.

Bei dem Hotel Projekt weiß man, was man bekommt und wen man bekommt.
Seit einem Jahr konnte sich die Öffentlichkeit darüber informieren. Es ist das beste Konzept, ( Öffentlichkeit, Belebung der Stadt, Maximum an historischer Authentizität ),
hat den höchsten Grundstückskaufpreis für die Stadt geboten und den Zuschlag erhalten.

Bei dem Konkurrenz-Projekt einer hochpreisigen privaten Eigentumswohnanlage kennt die Potsdamer Öffentlichkeit weder den Investor, noch den Generalunternehmer, noch den Zeitplan, noch die genaue Nutzung, noch die Entwürfe!

Wir fordern die Stadtverordneten auf: Geben sie dem Hotel-Projekt noch 4 Wochen mehr Zeit. Stimmen Sie am kommenden Mittwoch den 22.8.2012 nicht über den Kaufvertrag ab.

Zurück