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„Mitteschön“ präsentiert 3-D-Bilder von ihrem neuen alten Potsdam

 

„Mitteschön“ präsentiert 3-D-Bilder von ihrem neuen alten Potsdam

Mit dreidimensionalen Computeranimationen von rekonstruierten historischen Bauwerken in Potsdam will die Bürgerinitiative „Mitteschön“ für deren originalgetreuen Wiederaufbau werben. Gestern präsentierte sie ihre „Bilder für Potsdam“, eine Sammlung von zehn „Leitbauten“, die aus architektonischen und städtebaulichen Gründen besonders wichtig erscheinen. Sie sollen in Kürze in den Schaufenstern der Märkischen Immobilien GmbH, gegenüber vom Cafe Heider am Nauener Tor, ausgestellt werden, damit sich die breite Öffentlichkeit ein Bild davon machen kann, wie die neue historische Mitte der Stadt irgendwann wieder aussehen könnte. Ende Oktober sind die ersten Veranstaltungen dazu geplant. Zu den Leitbauten von Mitteschön gehören die alte Post und der Plögersche Gasthof sowie die Palazzi „Barberini“, „Chiericati“ und „Pompei“. Diese seien „unabdingbar, um den alten Charakter der Stadt wieder entstehen zu lassen“, sagte Mitteschön-Sprecherin Barbara Kuster. Die Pläne sollten eine „Diskussionsgrundlage“ sein, um Vorgaben für Investoren zu erarbeiten.

Der Zeitpunkt der Aktion ist ganz bewusst gewählt. Bis heute tagt ein Workshop zur Zukunft des Standortes des Haus des Reisens. Während „Mitteschön“ dort die alte Post als ihr wichtigstes Ziel eins zu eins wiedererrichtet sehen will, hält der Baubeigeordnete Matthias Klipp auch die moderne und kostengünstigere Lösung der Wohnungsbauholding Pro Potsdam für denkbar. Man müsse die „Alte Post“ nicht rekonstruieren. „Die Stadt hält einen Neubau an dieser Stelle aus“, sagte er. Er empfiehlt zudem, nur acht Gebäude originalgetreu zu rekonstruieren. Auch eine Kopie des Plögerschen Gasthofes, der seinerseits ein Nachbau des Palazzo Valmarana von Andrea Palladio war, hält Klipp nicht für sinnvoll. Das Gebäude würde mitten auf der heute breiteren Friedrich-Ebert-Straße stehen.

MAZ vom 16.10.2009, von Steven Hanke

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